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Peter Bongard

Peter Bongard (Piano, Fender Rhodes, Synthesizer, Melodica) Jahrgang 1976, lebt im Westerwald. Musikalische Projekte (Auswahl):

Lavender, Bump, Chinchilla Star, verschiedene Jazz-Formationen.

Deine liebste Zeile aus einem Song:
"The Time is goneThe Song is overThought I'd something more to say"
aus "Time" von Pink Floyd. Tierischer Song, tierische Platte!

Vier Alben für die Ewigkeit:
"Aja" von Steely Dan,
"Night Passage" von Weather Report
"Kind of Blue" von Miles Davis
"Computerwelt" von Kraftwerk.

Dein bester Moment auf der Bühne:
Ein sehr freies, sehr wildes Jazzkonzert. Müsste 2004 gewesen sein. Jeder von uns hat sich die Seele aus dem Leib gespielt. Am Ende hatte unser Bassist blutende Fingerkuppen. Da wusste ich, dass wir den Leuten wirklich eingeheizt hatten.

Dein peinlichster Moment auf der Bühne:
2008 im Ulenspiegel. Oder war's 2009? Wieder ein Jazzgig, diesmal mit den begnadeten Musikern René Rösler, Christian Keul und Christoph Jilo. Einer von uns hatte eine halbe Stunde vor Beginn die Idee, das Konzert komplett frei und improvisiert zu spielen. Das hat leider nur, hüstel, bedingt funktioniert. Das Schlimmste: Kurz vor der Pause gab mein Rhodes plötzlich keinen Ton mehr von sich, sodass ich die zweite Hälfte komplett auf einem fiesen Synthesizer aus den Neunzigern spielen musste. Ich kann mich nicht erinnern, dass am Ende außer uns und dem Tonmenschen noch jemand im Raum war ...

Netzer oder Overath?
Overath. Weniger Lebemann, mehr Fußballer. Und der Westerwald liegt näher an Köln als an Gladbach.

Sport oder Couch?
Mittlerweile Sport.

Wohnzimmer oder Küche?
Wohnzimmer. Ich wehre mich immer gegen diesen Automatismus, dass bei Feten immer diese Küchen-Rudelbildung stattfindet. Im Wohnzimmer steht das Sofa und spielt die Musik.Und das ist doch wohl das Wichtigste, oder?

Tee oder Kaffee?
Kaffee. Unbedingt!

Einen Sack Geld oder einen Berg Schokolade?
Geld macht nicht glücklich. Schokolade schon.

Berge oder Meer?
Berge. Nach sechs Jahren Nordsee-Urlaub am Stück: eindeutig Berge.

Mehr oder weniger?
Am liebsten immer weniger. Mehr macht irgendwann nur noch satt und träge.

Davon bitte weniger:
Immer mehr wollen.

Davon bitte mehr:
Immer weniger wollen.

Deine Frage an Gott:
Warum machen wir's uns oft so schwer, und wieso bist Du trotzdem so gelassen?

Dein Glücksmoment:
Die Momente, in denen ich Gottes bedingungsloses Ja zu mir akzeptieren kann.

Was macht Dich traurig?
Wenn ich mir auf der Suche nach diesen Momenten selbst im Weg stehe. Und: Wenn Menschen gleichgültig werden.

Hast Du im vergangenen Monat geweint?
Nein. Eigentlich schade.

Hast Du Dich im vergangenen Monat kaputtgelacht?
Ja. Als ich mit meiner Frau einen Aufsatz ihrer Schüler gelesen habe. In einem gab's diese Formulierung, die jetzt bestimmt nicht mehr witzig wäre, wenn ich sie aufschreiben würde. In dem Moment war's jedenfalls der Brüller.

Schon mal jemandem ein Bier übergekippt?
Nein.

Oder Wein?
Nein.

Drei besondere Tage aus Deinem Leben:
Die Geburt meiner beiden Töchter. Was den dritten angeht: Mal sehen, was im Leben noch so kommt.

Drei besondere Orte in Deinem Leben:
Isenburg. Dort steht mein Elternhaus. Gießen. Dort habe ich meine schöne Studentenzeit verbracht. Marienrachdorf. Dort ziehe ich morgen hin.

Drei besondere Menschen in Deinem Leben:
Meine Familie. Und noch mindestens zehn andere Leute. Aber danach wurde ja nicht gefragt.

Hast Du im vergangenen Monat jemanden angerufen, um ihm zu sagen, dass Du ihn lieb hast?
Nein, aber meine Frau hat das letzte Woche getan. Am anderen Ende der Leitung war übrigens ich.

Hätte Stevie je "I just called to say I love you" aufnehmen dürfen?
Nein.

Wobei vergisst Du die Zeit?
Wenn ich am Klavier sitze.

Was macht Dich wahnsinnig?
Wenn keine Zeit für diejenigen Dinge ist, die für mich in diesem Moment unglaublich wichtig sind.

Deine Macke, liebenswert:
Schusseligkeit.

Deine Macke, zum Verzweifeln:
Schusseligkeit.

Zwei Helden Deiner Kindheit:
Luke Skywalker und Lando Calrissian. Han Solo war nie so meins.

Das beste Rezept Deiner Oma:
Fällt mir leider keins mehr ein.

Was fehlt den Menschen wirklich?
Etwas, für das es sich zu kämpfen lohnt.

Lachen wir zu wenig?
Ja!

Deine Hoffnung fürs nächste Jahr:
Weiser zu werden.